Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bedeutung des Dualen Systems für die Ausbildung von Jugendlichen

Das Duale System der betrieblichen Ausbildung gilt für viele Nachbarstaaten als beispielhaftes und erfolgreiches Modell. Jedoch sind in diesem Modell nicht alle Berufe mit einem hohen Praxisteil erfasst. Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen und in der Erziehung sind nicht Teil dieser Art der betrieblichen Ausbildung sondern werden in Berufsfachschulen mit umfangreichen Praxismodulen vermittelt. Wegen der nachhaltigen selektiven Berufswahl nehmen Frauen und Männer an den Ausbildungswegen teil. Dies darzustellen ist Ziel dieses Kapitels.

Indikatoren zu den beruflichen Schulen als Liste zum Download (PDF)

Die begleitende Schulform im Dualen System der betrieblichen Ausbildung ist die Berufsschule. Auszubildende in Brufen des Dualen Systems besuchen Berufsschulen. Mit dem Anteil der Schülerinnen und Schülern an Berufsschulen gemessen an allen berufsbildenden Schulen kann die Bedeutung des Dualen Ausbildungssystems für Frauen und Männer dargestellt werden. Es wird auf einen Blick sichtbar, dass Frauen deutlich seltener Berufe ergreifen, die in dieser Form der betrieblichen Ausbildung vermittelt werden. Es werden darüber hinaus jedoch auch länderspezifische und regionale Besonderheiten sichtbar. In Bayern z. B. hat das Duale System sowohl für Männer als auch für Frauen eine im Bundesvergleich überdurchschnittliche Bedeutung, wobei hier dennoch die deutlichen Geschlechterunterschiede sichtbar sind.

Karte: Bedeutung der Berufsschulen für Frauen und Männer

Auch die nachfolgende Karten mit dem Geschlechterproporz an Berufsschulen einerseits und an Berufsfachschulen andererseits bestätigt die Geschlechterunterschiede und macht deutlich, wie unterschiedlich Frauen und Männer ihre Ausbildung planen bzw. wie nachhaltig selektiv die Berufswahl von Frauen und Männern ist, welche einerseits überwiegend in Berufsfachschulen oder andererseits in betrieblicher Ausbildung und Berufsschulen angeboten werden. In Bayern sind die Daten leider für die Landkreise, die die kleinen kreisfreien Städte umgeben, unzureichend.

Karte: Ganztägige Karte: Geschlechterproporz in den beruflichen Schulen

Aus diesem Grunde wurde der Indikator "Bertriebliche und schuliche Erstausbildung" als ein Konstrukt nicht ausschließlich der neuvermittleten Ausbildungsstellen der betrieblichen Ausbildung sondern plus ein drittel der Schülerinnen und Schüler - unter der Annahme durchschnittlich dreijähriger Ausbildungszeit - gerechnet. Mit dem im Gender-Index eingeflossenen Indikator soll nämlich nicht die bezüglich Geschlecht schiefe Zuordnung der berufe zum Dualen system abgebildet werden, sondern die Chancen von Frauen und Männern auf eine angemessene Erstausbildung generell.